Spielerisch Programmieren

Computerspiele gehören heute nicht nur zur gewohnten Freizeitgestaltung Heranwachsender, sondern sind auch für die Generation der Kinder ein Teil ihres Lebens. Viele spielpädagogische und psychologische Studien zeigen, dass für bei Kindern – den „early adopters“ des digitalen Zeitalters – Lernen auf anderen Ebenen erfolgt als noch vor zehn Jahren. Computerspiele können – eine pädagogische Begleitung vorausgesetzt – ein wichtiges Medium für fachliches und soziales Lernen und den Erwerb von Schlüsselqualifikationen – wie Teamwork und Problemlösung in Stresssituationen – sein.

Bei einem Spiel hinter die Kulissen zu schauen, es zu modifizieren („modden“) ist ein geeigneter Ausgangspunkt für das Lernen von Programmier-Grundlagen. Das Kursmodul Spielerisch Programmieren zeigt jungen und leidenschaftlichen Computerspielern  neue Perspektiven auf und weckt die Lust am Coden. Bei Digitaltutor schaffen wir uns einen  Überblick über die Welt der Computerspiele, besprechen Genres, reden über konkrete Spiele, die vielleicht gerade in den Klassen „in“ sind und Reflektieren über die Wirkung von Computerspielen. Wir nutzen das Spiel Minecraft als Thema für eine Projektarbeit.

Lernziele und Kompetenzen

Spielerisch programmieren ist ein toller Weg, Kindern ohne Programmierkenntnisse einen Einstieg in Themen und Denkweisen der Informatik zu vermitteln. Wer sich für Spiele interessiert, stellt schnell fest das es nicht nur darum geht, zu konsumieren, sondern selber zu bestimmen und kritisch hinterfragen. Die Schüler ändern die Regeln oder die Geschichte durch Modifizierungen am Programm-Code. Im Kursraum werden  Techniken und Methoden der Zusammenarbeit gelehrt. Es wird im Team gearbeitet, beurteilt und kreativ auf Probleme zu reagiert. Genauigkeit in der Anwendung der Script-Sprache und Regeln ist auch eine wichtige Diziplin, auf die geachtet wird.

Fordernde Programmieraufgaben werden im Unterricht immer wieder aufgelockert mit Ausflügen in Computerspiele, die einen hohen Grad an Wissensvermittlung haben. Durch ausgewählte Computerspiele bekommen Schüler einen anderen Blickwinkel auf das, was in der Schule gelehrt wird. Ein anderes Verständnis mit dem man sich auseinanders setzt und damit sich das Gelernte besser einprägt.

 

Wer tiefer in die Thematik einsteigen will, findet bei lehrer-online.de ein interessantes Dossier zu Computerspielen im Unterricht. Konkrete didaktische Szenarien des Digital Game Based Learnings werden beim Zentrum für angewandte Spielforschung vorgestellt, dort gibt es auch ein nützliches Handbuch zum Download. Auch empfehlenswert ist der Spieleratgeber NRW.

Wer Computerspiele nicht kennt, sich aber ein Bild machen will: Auf Twitch.com kann man live Menschen beim Computer spielen zuschauen, die ihren Screen über Streaming-Server der Öffentlichkeit bereitstellen. Verlinkt ist hier das Spiel Dota 2, ein Titel bei dem u.a. eSportler um Preisgelder über $20 Millionen antreten: Dota 2 auf Twitch (mit Werbe-Einblendung)

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